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Optimum White Cube?

Phasen I–III Evaluation, Installationsansicht Obere Sammlung
Sprengel Museum Hannover
©   Sprengel Museum Hannover
Foto: Michael Herling / Aline Gwose

Adresse:
Sprengel Museum
Kurt-Schwitters-Platz  1
30169  Hannover
Tel.: +49 511 168-43875
Fax: +49 511 168-45093
Internet
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Fahrplan:
Fahrplanauskunft

 Öffnungszeiten:
Di 10 - 20 Uhr
Mi bis So 10 - 18 Uhr

Anreise:
Bahnhaltestelle:  1, 2, 8 (Schlägerstr.)
Bushaltestelle:  100, 200, 267 (Maschsee/Sprengel Museum)

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Wo würden Sie sich gern Kunst ansehen?

Die Hochschule Hannover und das Sprengel Museum Hannover untersuchen die Eignung des "White Cube" aus Sicht der Besucher. Muss zeitgenössische Kunst im weißen Raum ausgestellt werden? Diese Frage war Ausgangspunkt eines Forschungsprojekts der Hochschule Hannover.

In Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover untersucht ein Team um Professorin Suzanne Koechert und Martina Wiedleroither erstmals umfassend die Eignung des Ausstellungskonzepts "White Cube" aus Besuchersicht. "White Cube" meint das Konzept bei dem Kunst in vermeintlich neutralen weißen Räumen ausgestellt wird. Das Forschungsprojekt stellt diese Auffassung in Frage und ergründet, ob nicht ebendiese Räume die Wahrnehmung der Kunst beeeinflussen.

Im Sprengel Museum Hannover modifizierte das Team mehrfach einen Raum der Oberen Sammlung, der mit Werken von Joseph Kosuth und Daniel Buren einen Teil der ständigen Ausstellung beherbergt. Während die Auswahl der Kunstwerke und deren Hängung im Raum die gleiche blieb, platzierten die Forscher zunächst eine Sitzgelegenheit im Raum. In einem weiteren Schritt variierten sie die Wandfarbe. Sowohl vor als auch nach der Veränderung sind insgesamt rund 700 Besucher beobachtet und rund zwei Drittel von ihnen zusätzlich befragt worden. Ein vergleichbares Projekt gibt es bislang nicht.

Insbesondere künstlerische Auseinandersetzungen der 1970er-Jahre machen deutlich, dass der White Cube nicht als neutral angesehen werden kann. In der musealen Praxis werde dennoch häufig von keiner Einflussnahme ausgegangen. Ziel des Forschungsvorhabens sei es, herauszufinden, inwieweit der White Cube die Vorlieben des Publikums bei der Beschäftigung mit Kunst berücksichtige und ob dieses Konzept vielleicht sogar ein Hindernis für den Kunstgenuss darstellen könne.

Das sechswöchige Experiment, das im Juni und Juli 2011 im Sprengel Museum Hannover stattgefunden hat, ist eingebettet in ein eineinhalbjähriges Forschungsprojekt der Hochschule Hannover, das noch bis Mitte 2012 läuft. Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. Das Sprengel Museum Hannover stellte Räumlichkeiten und Werke für die wissenschaftliche Auseinandersetzung zur Verfügung.

Am 23. März 2012 findet von 10:00 bis 18:00 Uhr das Symposium „White Cube – Right Cube?“  im Sprengel Museum Hannover statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die Hochschule Hannover die Forschungsergebnisse des bisher einzigartigen Feldexperiments vor. Hinterfragt wird eine jahrzehntelange Konvention in der Diskussion mit renommierten Gästen aus den Bereichen Architekturpsychologie, Gestaltung und Kunstbetrieb. Es reden unter anderen Dr. Barbara Steiner, Prof. Dr. Riklef Rambow und Prof. Wilfried Kuehn.

Die Ergebnisse des Projekts werden im Herbst 2012 in einer Publikation zusammengefasst.

 

Initiative Wissenschaft Hannover  
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