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Bilder sind in der Mediengesellschaft allgegenwärtig, sie prägen unsere Wahrnehmung der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Hissung der Sowjetflagge auf dem Reichstag 1945, der symbolische Händedruck zwischen den Parteiführern Pieck (KPD) und Grotewohl (SPD) auf dem Gründungsparteitag der SED 1946, der „Sprung in die Freiheit” des DDR-Bereitschaftspolizisten Conrad Schumann 1961 oder der Kniefall Willy Brandts in Warschau 1970: Politische Ikonen wie diese ragen aus der Bilderflut heraus und werden vielfach in unterschiedlichen Zusammenhängen reproduziert.
Im kollektiven Gedächtnis sind diese Bilder als Abbild eines besonderen Ereignisses gespeichert. Grundvoraussetzung dafür sind eine eingängige Bildsprache, die Komplexität des Bildinhalts und ein möglichst großes Überraschungsmoment. Entscheidende Kriterien für die Auswahl der Fallbeispiele der Ausstellung waren die Bedeutung und der Bekanntheitsgrad der Bilder sowie deren Verankerung im kollektiven Gedächtnis, ohne jedoch einen Kanon zu postulieren. Die Ausstellung fragt nach der besonderen Kraft der Bilder: Woran misst sich die Qualität eines Bildes? Weshalb werden bestimmte Bilder stärker erinnert als andere? Wie ist ihre politisch-historische Bedeutung zu bewerten?
Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat mit verschiedenen Ausstellungsprojekten zum kritischen Umgang mit Bildern angeregt. Die in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung von 2003 bis 2010 präsentierte Wanderausstellung „Bilder, die lügen“ hat die Manipulation von und mit Bildern zum Gegenstand gehabt. Mit „Bilder im Kopf. Ikonen der Zeitgeschichte“ wird diese Reihe fortgesetzt, wieder mit Unterstützung der Bundeszentrale. Die Ausstellung umfasst zahlreiche interaktive Medienstationen, ein „Pressebüro“ lädt die Besucher zur kritischen Auseinandersetzung mit Bildern und ihrer Verwendung in den Medien ein.
Die Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung läuft bis zum 22. Juli 2012 im Historischen Museum Hannover.
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V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover |
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