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Schlossneubau läuft

Landeshauptstadt Hannover
Blick auf das Schlossgrundstück, Foto: Karl Johaentges
Blick auf das Schlossgrundstück, flankiert von Grotte (links) und Kaskade (rechts).
Hörsaal im Schloss, Entwurf von Jastrzembski Kotulla Architekten, Hamburg
Lithographie von 1858: Schloss Herrenhausen

Ende September 2010 startete der Wiederaufbau des Schlosses Herrenhausen an historischer Stelle mit der Einrichtung der Baustelle. Nach den Plänen des Hamburger Büros JK – Jastrzembski Kotulla entsteht die klassizistische Fassade der Sommerresidenz der Welfen wieder. Die Innenräume sind für eine Nutzung als modernes Tagungszentrum beziehungsweise – in den Flügelbauten – für eine Museumsnutzung konzipiert.

Der Zugang zum Großen Garten ist bis auf Weiteres nur über das sog. Milchtor beim Besucherparkplatz im Osten der Anlage möglich.

Der Baubeginn stand unter positiven Vorzeichen. Der Verband der Metallindustriellen Norddeutschlands e.V wird mit einer großzügigen Spende von rund 1,2 Millionen Euro der Landeshauptstadt Hannover die Anmietung eines unterirdischen Quertraktes, der die beiden ebenerdigen Museumsflügel des Schlosses miteinander verbinden soll, ermöglichen.

Die Umsetzung des unterirdischen dritten Museumstrakts steht damit fest. Die Fläche, auf der die Stadt Hannover mit Unterstützung des Landes das Museum im Schloss Herrenhausens einrichten will, wird dadurch vergrößert. Durch den zusätzlichen Ausstellungstrakt wird zudem die Attraktivität für die Besucher noch gesteigert.

Im Auftrag der IVA KG, einer Immobilientochter der VolkswagenStiftung, werden die Pläne des Hamburger Büros JK umgesetzt. Die Architekten Jastrzembski Kotulla waren im März 2010 als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Nachdem es nun zum Vertragsabschluss zwischen ihnen und der IVA KG gekommen ist und die Wettbewerbsbeiträge in erste konkrete Entwurfspläne umgearbeitet wurden, kann die Realisierung beginnen.

Die Schloss-Baustelle wurde auf dem Ehrenhof und dem Terrain südlich davon eingerichtet. Der Bauzaun wird nach Fertigstellung Ausschnitte der historischen Schlossfassade zeigen, also die von Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) entworfene Formensprache, die für die Fassadenrekonstruktion des Wiederaufbaus vorgegeben ist. Das Schloss entsteht exakt an der Stelle wieder, an der das bei einem Bombenangriff im Jahr 1943 zerstörte Original stand.

In den folgenden Wochen wird die IVA KG im Ehrenhof dann einen Pavillon mit Informationen zur historischen Bebauung und zum aktuellen Bauprojekt Schloss Herrenhausen aufstellen. Von einer erhöhten Plattform über dem Pavillon aus werden sich Besucher einen Überblick über die Baustelle verschaffen können. Vom Garten aus gestatten zusätzlich die Grotte und die Kaskade einen Einblick.

Siehe auch: http://www.volkswagenstiftung.de

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V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover


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