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Pünktlich zum Saisonauftakt im Großen Garten: Fontäne erwacht frisch saniert zu neuem Leben
Spendenaktion der „Freunde“ für die Große Fontäne
Pünktlich zum Saisonbeginn im Großen Garten erwacht die Große Fontäne frisch saniert zu neuem Leben: Ihr Herzstück, die Pumpe, musste ausgetauscht werden. Mit einer Spendenaktion brachte der Verein „Freunde der Herrenhäuser Gärten e.V.“ 80.000 Euro für die neue Antriebstechnik auf. Oberbürgermeister Stephan Weil und Vereinsvorsitzender Sepp D. Heckmann ließen die Fontäne mit „Wasser marsch!“ in die Höhe schießen.
Die 30 Brunnen und Fontänen im Großen Garten sind vom 29. März bis Ende Oktober wieder täglich in Betrieb. Besonders eindrucksvoll und weithin sichtbar erhebt sich der Wasserstrahl der Großen Fontäne in bis zu 82 Meter Höhe. „Die Fontäne ist seit fast 300 Jahren ein Markenzeichen des Großen Gartens und eine der höchsten Gartenfontänen Europas, auf jeden Fall ist sie die schönste Fontäne und trägt ihren Namen ‚Schöne von Herrenhausen’ mit vollem Recht“, betonte Oberbürgermeister Stephan Weil. Doch mit der alten Pumpe von 1958, als die Wasserspiele erstmals elektrisch betrieben wurden, drohte die Fontäne zu versiegen. Schon seit Jahren konnte die Pumpe nur mit großem Wartungsaufwand am Laufen gehalten werden. „Diese Saison hätte sie nicht mehr überstanden“, so Sepp D. Heckmann, „Eines der wichtigsten Ziele der ‚Freunde’ war daher, Geld für die neue Antriebstechnik aufzubringen“. Schließlich ging es um den von Leibniz mitentwickelten publikumswirksamen Mittelpunkt des Großen Gartens. Mit einem Spendenaufruf an die Vereinsmitglieder gelang es dem Vorstand, die Finanzierung der neuen Fontänentechnik sicher zu stellen.
Jetzt sorgt eine moderne Pumpe mit 200 Kilowatt-Motor dafür, dass die Fontäne wieder kraftvoll und zuverlässig in die Höhe schießt. Die Anlage des hannoverschen Unternehmens Albrecht Maschinenbau läuft wesentlich ruhiger, mit weniger Umdrehungen, und verbraucht weniger Strom. Nur bei Windstille kann die Fontäne voll ausgefahren werden, meistens muss die Wasserzufuhr also gedrosselt werden. Dabei wird jetzt automatisch auch die Motordrehzahl und damit der Energieverbrauch gesenkt.
Die Geschichte der Großen Fontäne reicht bis ins Jahr 1720 zurück: Damals sprang sie zum ersten Mal auf bis zu 35 Meter Höhe - eine technische Sensation. Fast 50 Jahre lang hatten Fontänenmeister vergeblich versucht, in der Ebene der Leinemasch die Schwerkraft zu überwinden. Sie schafften zwar das Wasser aus der Leine in die Gärten, konnten aber nicht den notwendigen Wasserdruck erzeugen. Umgerechnet 100 Millionen Euro haben die Welfenfürsten dafür ausgegeben. 1863 erreichte die Große Fontäne mit neuer Technik der Firma Egestorff, später Hanomag, eine Höhe von 65 Metern. 1958 stellte man die Wasserspiele im Großen Garten auf elektrischen Betrieb um, was die Fontäne auf bis zu 82 Meter Höhe steigen ließ.
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V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover |
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