´

Blütenpracht im Spätsommer

Landeshauptstadt Hannover
Engelstrompeten im Nachtschattengang, Großer Garten
Hibiskus im Königsbusch, Großer Garten
Fürstlicher Blumengarten, Teilbereich des Großen Gartens
Im Parterre des Großen Gartens
Niederdeutscher Rosengarten im Großen Garten
Niederdeutscher Blumengarten im Großen Garten
Vor dem Berggarten mit Bibliothekspavillon
Eingangsbereich des Berggartens
Schmuckhof im Berggarten
Sumpfeibisch im Präriegarten
Präriebereich im Berggarten

Spätsommer in den Herrenhäuser Gärten – die Blütenpracht ist üppig und farbenfroh.

Spaziergang zu den Blüten-Highlights im Großen Garten

Auf dem Weg entlang des Galerie- und Orangeriegebäudes in den Großen Garten beeindrucken blühende Giganten im Kübel, zum Beispiel Bougainvillea, Veilchenstrauch, verschiedene Solanum-Sorten wie der Enzianbaum sowie Wandelröschen mit ihrer bunten Farbpalette. Auch im Großen Garten selbst sind prächtige Kübelpflanzen zu finden: Versäumen Sie nicht, durch den Nachtschattengang mit seinen großblumigen, duftenden Engelstrompeten zu schreiten. Im Königsbusch warten Hibiskushochstämme mit fantastischen Blüten auf Bewunderer.

Wenn Sie nun Ihr Augenmerk auf die Beete richten wollen: Der Fürstliche Blumengarten hinter der Großen Kaskade ist sehr romantisch in den Farben rosa, dunkelrot und weiß bepflanzt, zum Beispiel mit Gaura, Cleome und Dahlien.

Die Beete im Parterre beeindrucken vor allem durch ihre Form- und Farbstruktur: Eingefasst vom Buchsbaum „Blauer Heinz“ leuchten Ziertabak, rotlaubige Canna, rot blühende Löwenmäulchen, grazile Gaura, bronzefarbene Buntnessel, orangefarbene Tagetes, gelber Sonnenhut und viele weitere Schönheiten um die Wette. Den ruhig-grünen Hintergrund bilden Hainbuchenhecken und Lindenalleen, strahlend weiße Akzente setzen die Skulpturen. Am besten, Sie lassen Ihren Blick von der Aussichtsterrasse aus über das Parterre schweifen, um die Pracht in voller Schönheit einzufangen.

Im Bereich der Sondergärten lohnt sich vor allem ein Besuch im Niederdeutschen Rosengarten. Hier blühen noch viele der nachgezüchteten alten Rosensorten in Rosa, Weiß und sogar Violett; insgesamt sind hier etwa 650 Rosen in 21 Sorten versammelt. Nehmen Sie Platz in einer der hölzernen, von Kletterrosen berankten Lauben und lassen Sie den Zauber der Rosen auf sich wirken!

Im wenige Schritte entfernten Niederdeutschen Blumengarten wacht Veritas, die lateinische Göttin der Wahrheit, über üppig gewachsene Sonnenblumen, Sommerastern, Sonnenhut, Artischocken, Strandflieder (auch Meerlavendel, Statice, Limonium sinuatum) und viele andere Sommerblumen in sonnigem Gelb und tiefem Blau.

Spaziergang zu den Blüten-Highlights im Berggarten

Auf dem Weg in den Berggarten fällt der Blick auf die prächtigen Beete vor dem Bibliothekspavillon. Dominant sind hier rotlaubige Canna, hochgewachsener Kohl und Palmen inmitten der Sommerblumen. Der Eingangsbereich des Berggartens wirkt elegant mit Prachtstauden und eingestreuten Sommerblumen in drei Farbzonen von Orange-Rot über Rosa-Violett bis zu Gelb-Dunkelrot unter dem alten, Schatten spendenden Schnurbaum.

Der Schmuckhof macht seinem Namen alle Ehre: Seine Bepflanzung glänzt durch eine besonders lebendige Struktur und feurige Farben. Mangold, Buntnesseln, Zinnien, Löwenmäulchen, Dahlien, Kohl, rotlaubiges Lampenputzergras und Neuseeländischer Flachs (Phormium tenax) zieren die Beete, gerahmt von hellgrünen Sommerzypressen (Kochia scoparia ‚Triphylla’) und mächtigen Bananenpflanzen.

Hinter den roten Ziegelmauern des Subtropenhofs verbarg sich früher ein Privatgarten der im Bibliothekspavillon wohnenden Gärtnerfamilie. Heute findet man hier einen wahren Dschungel aus exotischen Kübelpflanzen wie zum Beispiel Cassia, Malven, Gardenien, Laternenbaum, Baumtomate und Granatapfelbaum.

Weiter geht es in den Blumengang hinter den Schauhäusern, wo 53 Canna-Sorten (!) blühen, eine schöner als die andere.

Der Präriegarten hat im Spätsommer seinen großen Auftritt. Botanische Raritäten der nordamerikanischen Prärie wie der Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos) mit handtellergroßen pinkfarbenen Blüten oder die Seidenpflanze (Asclepias syriaca) zeigen sich hier von ihrer schönsten Seite, während viele einheimische Stauden bereits verblüht sind. Stauden wie Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenbraut (Helenium), Indianernessel (Monarda), Goldrute (Solidago), Wasserdost (Eupatorium), Herbstastern und Fetthenne (Sedum) präsentieren sich in beeindruckender Blütenpracht. 1997 wurde der Präriegarten auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern mit rund 900 Pflanzen angelegt. Typisch für diesen Lebensbereich ist das Fehlen von Bäumen und hohen Sträuchern, in der Natur verursacht durch Brände am Ende der sommerlichen Trockenzeit – im Berggarten sorgen kundige Gärtner für die typgerechte Entwicklung der naturnahen Graslandschaft, deren ansprechende Wirkung durch die zusätzliche Pflanzung einiger auserwählter Blütenstauden gesteigert wurde. In der Prärie setzt das Wachstum nach dem Winter eher spät ein, so dass sich auch der Höhepunkt der Blütezeit verzögert.*

Sommersaison noch bis 30. Oktober

Die Tage werden kürzer und damit auch die abendlichen Öffnungszeiten der Herrenhäuser Gärten. Im September sind Großer Garten und Berggarten noch bis 19 Uhr geöffnet, Grotte und Schauhäuser schließen um 18.30 Uhr. Ab Oktober ist um 18 Uhr bzw. um 17.30 Uhr Schluss.

* Infos zum Präriegarten aus: Willkommen in den Herrenhäuser Gärten, Hrsg. Freunde der Herrenhäuser Gärten e.V., Auflage leider vergriffen


V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover


Seite drucken