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Geschichte der Region Hannover

Region Hannover
Die Region Hannover
Der Landkreis Hannover war in seiner Form, bevor er in der Region Hannover aufging, verhältnismäßig jung. Das Kreisgebiet hat jedoch eine bewegte und lange Geschichte. Schon in frühgeschichtlicher Zeit hielten sich hier Menschen auf. Den Jägern und Sammlern des Eiszeitalters, die sich vor allem in Flusstälern wie dem Leinetal bewegten, folgten die Bauern der Jungsteinzeit, die zuerst die Börden im Süden des heutigen Kreises besiedelten.

Zur Germanenzeit war das Gebiet von den wehrhaften Cheruskern bewohnt, die die Römern zwar draußen hielten, aber gern mit ihnen Handel trieben, wie Münzfunde beweisen.

Zur Zeit der Sachsen und im Mittelalter wurden die naturräumlichen Grenzen, die das Gebiet zwischen Heide und Börde durchzogen, politische Grenzen: hier stießen sächsische Gaue aneinander und später Grafschaften, schließlich auch die Bistümer Minden und Hildesheim.

Während im Mittelalter aus der kleinen Marktsiedlung an der Leineterasse eine Stadt erwuchs, wurde der Einfluss der Welfen im sie umgebenden Gebiet immer größer. Es dauerte allerdings bis zum Ende des Mittelalters, bevor das heutige Kreisgebiet vollständig in welfischen Besitz gebracht werden konnte. Der Entschluß der Calenberger Herzöge, die Stadt 1636 zur Residenz zu machen, bedeutete einen großen Aufschwung: die Stadt entwickelte sich mehr und mehr zum Verwaltungszentrum und begann sich per Eingemeindung ab der Mitte des letzten Jahrhunderts immer mehr ins Umland auszubreiten. Das Land war seit dem Mittelalter verwaltungsmäßig in Ämter und Vogteien eingeteilt, kleine Verwaltungseinheiten, in denen jeder jeden kannte und wo die Bauern neben ihren Abgaben häufig auch Dienste auf den herrschaftlichen Amtsgütern leisten mussten. Im Kreisgebiet gab es damals die Ämter Calenberg, Springe, Koldingen, Langenhagen, Blumenau, Bokeloh, Ricklingen, Neustadt/Rbge., Wölpe und Rehburg, sowie Burgdorf, Meinersen, Bissendorf, Burgwedel, Ilten, Ruthe und Hohenhameln, außerdem die amtsfreien Städte Eldagsen, Neustadt, Pattensen, Springe, Wunstorf und Burgdorf. An dieser mittelalterlichen Struktur änderte sich lange Zeit wenig. Nach der kurzen Zeit des Königreichs Westfalen (1810-13), in der dem Land eine völlig andere Verwaltung übergestülpt wurde, war nach 1815 alles wieder beim Alten. Das neugegründete Königreich Hannover führte lediglich als übergeordnete Instanzen für die Vogteien die Landdrosteien ein und legte einige Ämtern zusammen .Während sich draußen im Lande durch die Agrarreformen viel veränderte, blieb die Verwaltung, wie sie war. Erst die Preußen, die Hannover 1866 annektierten und zur preußischen Provinz machten, führten eine grundlegende Verwaltungsreform durch. 1885 schufen sie die Landkreise.

Der damalige Landkreis Hannover wurde aus dem Amt Hannover gebildet, der Landkreis Linden aus dem Amt Linden und dem Amt Wennigsen. Die beiden Kreise wurden später zusammengelegt. Zum Kreis Springe wurden die Ämter Springe und Calenberg und die Städte Eldagsen und Pattensen zusammengeschlossen. Der Kreis Neustadt/Rbge. entstand aus der Stadt und dem Amt Neustadt, und der Stadt Wunstorf. Der Kreis Burgdorf wurde aus den Ämtern Burgdorf und Burgwedel sowie der Stadt Burgdorf gebildet.

Die Landdrosteien wurden Regierungsbezirke. Die noch sehr kleinen preußischen Kreise mit durchschnittlich 30.000 Einwohnern waren vor allem für Armenwesen, Gesundheitspflege, Ortspolizei und Straßenwesen zuständig. Mehr als hundert Jahren sind vergangen, seit die Landkreise entstanden und die Welt hat sich gewaltig verändert. Die Bevölkerung des Landkreises hat enorm zugenommen, von 82.000 im Jahre 1821 auf 582.000 im Jahre 1995. Vor allem nach den Zweiten Weltkrieg gab es einen großen Bevölkerungszuwachs durch Flüchtlinge. Um einer stetig wachsenden Bevölkerung weiter ausreichend Leistung und Service zu bieten und die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern, wurde eine neue Verwaltungsreform notwendig. So entstand 1974 der neue Landkreis Hannover.

Bei der damaligen Gebietsreform wurden 192 Städte und Gemeinden in acht Landkreisen aufgelöst und zu 20 neuen Städten und Gemeinden zusammengeschlossen. Heraus kam dabei der zweitgrößte Landkreis der Bundesrepublik mit einer Fläche von 2083 qkm und 550 000 Einwohnern. Er umschließt die niedersächsische Landeshauptstadt. Stadt und Kreis hatten, vor Zusammenlegung zur Region zusammen eine Einwohnerzahl von etwas über einer Million


V.i.S.d.P. Region Hannover


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