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"Die Angst, Adoptivtochter zu verlieren, war unbegründet."

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Hannover, den 11. November 2009

Zum Tod von Robert Enke

Hannover – Der Tod von Robert Enke hat bei Regionspräsident Hauke Jagau und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Jugend der Region Hannover große Bestürzung ausgelöst. „Die Nachricht ist ein Schock. Robert Enke hat den Menschen in der Region viel gegeben“, sagte der Regionspräsident. „Ich frage mich, ob wir dem Menschen Robert Enke durch unsere Erwartung in den Mannschaftskapitän und Nationaltorwart nicht zu viel aufgelastet haben.“

Der Fachbereich Jugend der Region Hannover steht durch die Vermittlung ihrer Adoptivtochter in engem Kontakt mit dem Ehepaar Enke. Umso mehr hat die Nachricht vom Tod des Torwarts von Hannover 96 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschüttert. „Wir haben das Ehepaar Enke als fürsorgliche Eltern kennen gelernt, sie haben sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hohe menschliche Wertschätzung erworben“, so Hauke Jagau. Seit Mai 2009 lebt das Kind in so genannter Adoptionspflege. In dieser Zeit steht der Fachbereich Jugend im intensiven Austausch mit der Familie.

Von Seiten des Fachbereichs Jugend der Region Hannover gibt es keinen Anlass, die Adoption selbst in Frage zu stellen. Das Kind bleibt in der Familie. Die von Teresa Enke auf einer Pressekonferenz genannte Angst ihres Mannes, durch seine depressive Erkrankung die Adoptivtochter zu verlieren, sei es Sicht des Fachbereichs Jugend unbegründet gewesen, sagte der Regionspräsident. „Der Fachbereich Jugend geht bei der Beurteilung der Eltern immer vom Kind aus – und das war und ist in bester Obhut, selbst wenn uns die Erkrankung Robert Enkes bekannt geworden wäre.“

Nach Ablauf des ersten Adoptionsjahres erstellt der Fachbereich Jugend ein Gutachten, ob zwischen Eltern und Kind ein gutes Verhältnis gewachsen ist. Wenn ja, spricht das Amtsgericht die endgültige Adoption aus.


V.i.S.d.P. Region Hannover


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